Schlagwort-Archive: Ambient

RAiNBOW CONNECTiON 2

MiDi BiTCH „RAiNBOW CONNECTiON 2“

Nun folgte der zweite Teil der Compilation mit unveröffentlichten Tracks und Demos des elektronischen Musikers aus Norddeutschland.

RAiNBOW CONNECTiON 2
RAiNBOW CONNECTiON 2

Aktuell geht es Schlag auf Schlag und MiDi BiTCH scheint in Punkto Tonträgerveröffentlichung geradezu Hyperaktiv zu sein. In diesem Sommer 3 Alben in monatlicher Folge.

Dies ist vermutlich dem Umstand geschuldet, dass er in der Vergangenheit zum einen zahlreiche Tracks produzierte aber bis dato nicht der Öffentlichkeit zugänglich machte. Zum anderen dürfte die Zeit des Lockdowns es ermöglicht haben sich den „Altlasten“ zu widmen und diese final aufzupolieren. Doch wer jetzt meint es handelt sich um Ausschuss oder eine elektronische Resterampe liegt falsch.

Die 10 Tracks des Album „RAiNBOW CONNECTiON 2“ bewegen sich weniger im Kontext des Ambient und Berliner Schule im Sinne von Tangerine Dream und Klaus Schulze, wie die letzten Veröffentlichungen.

Vielmehr geht es in Richtung Dub und Space-Kraut-Postrock mit vielen Federhall-Effekten und spacigen Drumsounds. Natürlich sind auch wieder die obligatorischen Sprachsamples vertreten und untermalen die spacige Reise durch Hall- und Echoräume stimmungsvoll. Auch hier klingt vieles wie ein Soundtrack zu einem Underground-Scifi-Thriller der noch gedreht werden muss.

M!D! B!TCH „KOSMiSCHE BRÜCKE“

MiDi BiTCH „Kosmische Brücke“

Rhythmisch wie ein Stepsequencer haut der elektronische Musiker M!D! B!TCH in kurzen Abständen seine Alben raus. Da scheint sich einiges aufgestaut zu haben. Kaum 4 Wochen nach der Compilation „RAiNBOW CONNECTiON“ mit alten Tracks und Demos liegt jetzt bereits der Nachfolger von „TRASNKOSMOS“ vor.

M!D! B!TCH „KOSMiSCHE BRÜCKE“
M!D! B!TCH „KOSMiSCHE BRÜCKE“

Auch die „KOSMiSCHE BRÜCKE“ bewegt sich im weitesten Sinne in der Tradition der Düsseldorfer- und Berliner Schule der elektronischen Musik der 1970er. Diese war geprägt von Bands wie Tangerine Dream, Klaus Schulze, Wolfgang Riechmann, Bernd Kistenmacher, Peter Baumann, NEU! und Kraftwerk.

So ganz werden diese Vergleiche mit den Epigonen des elektronischen Krautrocks, aber auch Jean-Michel Jarre, dem musikalischen Kosmos der MIDI BITCH nicht gerecht, sind aber hilfreich bei der Verortung dessen was den Osnabrücker musikalisch antreibt und zu prägen schien. Sind seine Tracks doch immer wieder durchsetzt von zeitgenössischen Elementen und Klängen jenseits der trennscharfen Genredefintionen und werden dazu zu ganz eigenen Kleinoden.

Vor 20 Jahren war er einmal der Live Keyboarder der ebenfalls aus Osnabrück stammenden Band SANKT OTTEN um Olli Klemm und Stephan Otten. Ist man sich auch weiterhin freundschaftlich verbunden, so geht man musikalisch mittlerweile doch recht unterschiedliche, eigene Wege. Eine gewisse geistige Verwandtschaft ist dennoch eindeutig zu erkennen.

MIDI BICTH "RAINBOW CONNECTION"

MiDi BiTCH „RAiNBOW CONNECTiON“

Was verbirgt sich hinter dem Namen MIDI BITCH? Unmittelbar decodiert soviel wie „Musical Instrument Digital Interface Bitch (lobende Ansprache im afroamerikanischen Slang analog zu Motherfucker)“.

MIDI BICTH "RAINBOW CONNECTION"
MIDI BICTH neues Album „RAINBOW CONNECTION“

Auf dem Weg von Düsseldorf nach Berlin kommt man quasi an der Wahlheimat von Midi Bitch vorbei: Osnabrück, die Stadt der goldenen Mitte.

Kosmologische Standortbestimmung

Eine kleine Großstadt oder doch eine große Kleinstadt? Es verhält sich wohl analog zu dem halbleeren Glas. Beides ist zutreffend und zeigt auch das Dilemma auf, in dem sich die zeitgenössische elektronische Underground-Musik bewegt. Irgendwie zwischen den Stühlen, bzw. den Ritzen der Wall of Mainstream-Elektronik-Danke-Pop-Charts-EDM.

Seitdem die Produktionsmittel der Musikkultur demokratisiert wurden und jeder, der mag und ein wenig sein Taschengeld spart, an seinem Laptop elektronische Musik produzieren kann hat sich der Proporz gewandelt. Gab es in den 70er und 80er jede Menge Zuschauer, Fans und interessierte Sammler der psychedelisch-synthetisch geprägten Musik, und eine überschaubare Szene der aktiven Protagonisten, so gibt es nunmehr eine unzählbare Schar von Wohnzimmerproduzenten und Musikern, die ein Problem haben die interessierte Audience zu erreichen.

Popkomm re: Loaded! Parliament of Pop

Ein Themenabend fürs Publikum, zeitgemäß im Stream, genre- und generationsübergreifend: Die Popkomm kündigt sich für den 11.06 an!

Sie war einst die größte Messe für Popkultur und ihr Name war Programm: Popkomm stand und steht für Pop und Kommunikation. Nun gibt es zahlreiche Gründe, die Popkomm neu zu erfinden. Am 11. Juni richtet die Popkomm aus gegebenem Anlass live im Stream aus dem Kölner Luxor erstmals das Parliament of Pop mit Vertreter*innen aus Pop und Politik aus.

Mit dabei sind unter anderem Karl Lauterbach (SPD), Claudia Roth und Erhard Grundl (Bündnis 90/Die Grünen), Susanne Henning-Wellsow (Die Linke), Rembert Stiewe (Orange Blossom Special), Holger Hübner (Wacken Open Air) und Sandra Beckmann (Alarmstufe Rot).

Popkomm präsentiert das Parliament of Pop

Eines haben Politik und Popkultur gemeinsam – sie berühren letztlich jede*n. Trotzdem scheinen zumindest in Deutschland beide eine grundlegend andere Sprache zu sprechen – oder anders: Man versteht sich nicht sonderlich gut.

Was liegt also näher, als im Superwahljahr 2021 Pop und Politik einander näher zu bringen. Wenn die Popkultur schon nicht systemrelevant ist und in der politischen Prioritätenliste der Coronakrise ganz weit hinten rangiert, so ist es an der Zeit, dass Miteinander von Pop und Politik neu zu verhandeln.

ATTN:SPAN IS OUT NOW

ATTN:SPAN IS OUT NOW

ATTN:Magazine’s compilation of 10-second tracks is now available for download.

ATTN:SPAN IS OUT NOW
ATTN:SPAN IS OUT NOW

206 tracks from the likes of Oren Ambarchi, Faith Coloccia, Norman Westberg, Ryoko Akama, Mats Gustafsson, Sankt Otten, Midi Bitch and many more.

Every penny raised will be going to Cool Earth – a charity working with local people to halt deforestation and climate change.

Buy the compilation here: attnspancompilation.bandcamp.com

KOSMISCHE MUSIK 2 by MiDi BiTCH

MiDi BiTCH „Kosmische Musik II“

MiDi BiTCH, Jahrgang 1966, Künstlerkind, Sohn Berliner Auswanderer, veröffentlicht mit KOSMISCHE MUSIK 2 sein mittlerweile 16. Album.

 KOSMISCHE MUSIK 2 by MiDi BiTCH

KOSMISCHE MUSIK 2 by MiDi BiTCH aka Frza

Der frühere Keyboarder der Osnabrücker Triphop, Post-Rock, Krautrock, Synthpop-Band SANKT OTTEN ist seit 1995 als Solokünstler unter dem Namen MiDi BiTCH aktiv und hat sich mittlerweile überwiegend der kosmischen Musik mit Einflüssen klassischer Berliner Schule, Krautrock, Ambient und Space-Dub verschrieben.

Das aktuelle Album KOSMISCHE MUSIK II ist der logische Nachfolger von KOSMISCHE MUSIK I und beinhaltet 6 neue Tracks, deren Basis Arp-Sequenzen, sphärische String-Flächen und dezenten Drum-Patterns bilden. Reverb und Delay-Effekte verbinden dieses Konglomerat der Retro-Synthesizer wie Pech und Schwefel.

Die Songs haben mit ihrem autobiografischen Hintergrund einen gemeinsamen roten Faden und verarbeiten die Jugend des Musikers in den Jahren 1985-2006 und seinen prägenden Lebensstationen.

MiDi BiTCH zelebriert auf KOSMISCHE MUSIK II erneut sein ganz eigenes musikalisches Universum aus 70er Synthesizer Flächen und eigenwilligen Melodiemustern zwischen Klaus Schulze, Tangerine Dream, Jean-Michel Jarre, Kraftwerk und Vangelis.

Irgendwo zwischen Düsseldorf und Berlin im Niemandsland liegt Osnabrück und da schraubt MiDi BiTCH das eigene Elektronik-Kraut-Süppchen.

KOSMISCHE MUSIK 1 by MiDi BiTCH

MiDi BiTCH „Kosmische Musik 1“

MiDi BiTCH, Jahrgang 1966, Künstlerkind, Sohn Berliner Auswanderer, veröffentlicht mit KOSMISCHE MUSIK 1 sein mittlerweile 15. Album.

KOSMISCHE MUSIK 1 by MiDi BiTCH
KOSMISCHE MUSIK 1
by MiDi BiTCH

Der frühere Keyboarder der Osnabrücker Triphop, Post-Rock, Krautrock, Synthpop-Band SANKT OTTEN ist seit 1995 als Solokünstler unter dem Namen MiDi BiTCH aktiv und hat sich überwiegend der kosmischen Musik mit Einflüssen klassischer Berliner Schule, Krautrock, Ambient und Space-Dub verschrieben.

Das aktuelle Album KOSMISCHE MUSIK I umfasst 6 Tracks, deren Basis Arp-Sequenzen, sphärische String-Flächen und dezenten Drum-Patterns bilden. Reverb und Delay-Effekte verbinden dieses Konglomerat der Retro-Synthesizer wie Pech und Schwefel.

Die Tracks haben mit seinem autobiografischen Hintergrund einen gemeinsamen roten Faden und verarbeiten die schwierige Kindheit des Musikers in den Jahren 1966-1984 und seinen damaligen Lebensstationen.

Anfang der 1970er kam er als Kind eines liberalen Elternhauses in den Genuss in einem antiautoritären Kinderladen das Spannungsfeld von Anspruch und Wirklichkeit ausloten zu dürfen. Anschließend, nach mehreren Schulverweisen, durfte er ein Internat der anthroposophischen Waldorfschule besuchen, um nicht aufgrund seiner kompromisslosen Haltung gegenüber Autoritäten auf einer Sonderschule zu landen, da er als nicht beschulbar klassifiziert wurde. Dort geriet er in den Einflussbereich der schwarzen Pädagogik eines ehemaligen Wehrmachtsoldaten, Afrika-Kolonialisten und Holocaust-Leugners. Nach 6 langen Jahren gelang es ihm die Schule zu verlassen und sich aus den Fängen der Anthroposophen zu befreien.

M!D!B!TCH "Kosmischer Nebel"

KOSMISCHER NEBEL – Midi Bitch

Epische Soundpatterns und Drone-Flächen bestimmen den knapp 20-Minütigen Opener des Albums „Kosmischer Nebel“ von M!D!B!TCH.

Zwischen Arpeggios der Berliner Schule und Synthflächen die dem Synthwave-Universum entsprungen sind, ist das aktuelle Release zu verorten und setzt nahtlos dort an wo sich der Musiker aus dem Norden Deutschlands sichtlich am liebsten bewegt, dem synthetisch-elektronischen Klangkosmos, welchen er selber gerne als kosmische Musik tituliert.

M!D!B!TCH "Kosmischer Nebel"
M!D!B!TCH „Kosmischer Nebel“

Der ehemalige Sankt Otten Keyboarder scheint im Jahr 2019 eine wahre Veröffentlichungs-Eruption hinzulegen. Mittlerweile das 7. Release in diesem Jahr, nachdem seit über 10 Jahren nichts von Ihm zu hören war.

Die frühen Werke aus den 1990er, welche eher als „Krawall und Remmidemmi – Rumpel-Elektro-Core“ zu verstehen sind, zeichneten sich doch durch eine gewisse produktionstechnische Limitierung und viel Spaß an kranken Sounds aus, wodurch sie sehr am Geduldsfaden des Hörers nagten, haben nicht mehr viel gemein mit dem was inzwischen von FRZA produziert wird.

Wenn doch bei vielen Bands und Künstlern die Formel „das erste Album war das beste“ eine gewisse Gültigkeit hat, scheint die Entwicklung bei MIDIBITCH eher diametral zu sein.

M!D! B!TCH „KOSMOPHOBIE“

Es ist gerade mal wenige Monate her, dass wir das letzta Album der Elektronikers MIDIBITCH hier vorstellen durften. Seine Produktivschub scheint ungebrochen und nun liegt bereits der Nachfolger von „Kosmose“ vor.

Midi Bitch „Kosmophobie“ – Album 2019 – Cover: Frza
Midi Bitch „Kosmophobie“ – Album 2019 – Cover: Frza

Nach seiner letzten Veröffentlichung „Kosmose“ Anfang 2019 kommt nun der zweite Teil „Kosmophobie“ per digitalem Download via Bandcamp. Der ehemalige SANKT OTTEN Keyboarder bewegt sich weiterhin in der Tradition der elektronischen Berliner Schule von Klaus Schulze, Peter Baumann und Tangerine Dream.

Allerdings begnügt er sich nicht die alten Meister zu zitieren oder gar zu kopieren, sondern es gelingt ihm vielmehr auf dem Grundgerüst der frühen elektronischen Phase des deutschen Krautrocks und der kosmischen Musik sein eigenes Süppchen zu kochen.

MidiBitch aka FRZA
MidiBitch aka FRZA

Kosmische Musik ist vielleicht auch die passende musikalische Schublade, wenn mann denn unbedingt eine benötigt.

Tragende Elemente sind nahezu in allen Tracks wabernde Synthesizer-Flächen und entspannt, repetitive Rhythmen aus elektonischen Retro-Klangerzeugern, die den Hörer in orbitale Spähren entführen.

Burnt Friedman – MUSICAL TRADITIONS IN CENTRAL EUROPA / EXPLORER SERIES VOL.4

Burnt Friedman gilt als Innovator und musikalischer Querdenker. Nach seinem Studium der Freien Kunst in Kassel etablierte er sich in den letzten Jahrzehnten zu einem der interessantesten Musiker und Produzenten innerhalb elektronischer, groovebasierter Musik.

Erst aus Köln, dann aus Berlin, erreicht uns seine Musik seit 19 Jahren durch das Label Nonplace, Unort. Friedman kollaborierte u.a. mit Musikern wie David Sylvian, Root70, Hayden Chisholm, Atom™ (im Duo als Flanger), vor allem aber 17 Jahre lang mit dem 2017 verstorbenen Can-Trommler Jaki Liebezeit. Ihre Reihe „Secret Rhythms“ entwickelte eine Musik ohne kulturelle Bezugspunkte.

Ungleich vieler anderer Produzenten hat Friedman das Denken über und Vermitteln von Musik problematisiert. Vor diesem Hintergrund erklärt sich der ironische Rahmen, bzw. die Umkehr der Perspektive im Albumdesign und der Vermittlung von „Musical Traditions In Central Europe“, als ein kulturelles Erbe, als musikethnologisches Dokument und nicht wie sonst üblich, als Illustration.

Midi Bitch "Kosmophobie"

Netz – M!DIB!TCH – exclusive non-album track und Video

Als weiteren Teaser zum kommenden Album veröffentlicht THE FRZA ein weiteres Video von Midi Bitch mit dem Titel „Netz“.

Netz – M!DIB!TCH – exclusive non-album track

Der Track „Netz“ setzt sich erneut in den Kontext der krautigen kosmischen Musik und wartet mit entspannten psychedelischen Visuals auf. Fans von Michael Rother, Klaus Schulze und Tangerine Dream werden die Reminiszenzen erkennen und Ihre Freude haben.

Noch für diesen Monat ist das aktuelle Album angekündigt, welches als Exclusiv-Download bei Bandcamp erhältlich sein wird.

Midi Bitch "Kosmophobie"
Midi Bitch „Kosmophobie“

Latest Visual for the Track „Netz“ by midi bitch
KOSMISCHE MUSIK – Electronic Kraut Rock

Album „Kosmophobie“ M!D! B!TCH preorder: https://midibitch.bandcamp.com/

Midi Bitch "Kosmophobie" für 2019 angekündigt

FRZA produziert neues MidiBitch Album „Kosmophobie“

Midibitch scheint nach fast 20 Jahren die lange Stille des nicht-veröffentlichens überwunden zu haben.

Midi Bitch "Kosmophobie" für 2019 angekündigt
Midi Bitch „Kosmophobie“ für 2019 angekündigt
Nachdem im Frühjahr 2019 bereits eine EP (Diagnostica) und ein Album (Kosmose) als digitaler Download veröffentlicht wurden, folgt nun die Fortsetzung des kosmischen Hörspiels. Angesiedelt zwischen Elektronica, Cosmic-Rock und Ambient-Kraut produziert FRZA ein weiteres Album in den Weiten der Neo-Futuristsichen Synzhesizer-Instrumental-Klangwelten.

Das vorläufige Cover-Artwork sieht schon mal sehr vielversprechend aus und deutet erneut die Nähe zum Retro-Space-Ambient eines Klaus Schulze, Tangerine Dream, Jean-Michel Jarre und Vangelis an.

Aktuell sind die letzten Veröffentlichungen von MiDi BiTCH nicht als Vinyl erhältlich, es ist aber eine Kickstarter-Kampagne in Vorbereitung um das letzte Album auch in limitiertem Vinyl zu veröffentlichen.

Kosmophobia des einstigen Sankt Otten Keyboarders wird auf Bandcamp veröffentlich werden: https://midibitch.bandcamp.com/

Midibitch "Kosmose"

M!D! B!TCH „KOSMOSE“

„KOSMOSE“ so der Titel des aktuellen Albums von Midi Bitch erschien kurz nach dem Release der (recht langen) aber kurzweiligen EP und shließt nahezu natlos da an wo „Dia Gnostica“ bereits einen Aufschlag machte.

Midibitch "Kosmose"
Midibitch „Kosmose“

Das Elektroniker-Projekt wendet sich dem klassischen Synthesizer und der elektronischen Klangsynthese zu und produziert ein wahrlich entzückendes Kleinod von blubbernden und schmierenden Flächen untermalt von überwiegend minimalistischen Rhythmen. Hier und da rattert eine 808 mit viel Hall durch den Midi-Orbit flankiert von Moogbässen und analogen Synthesizer Kaskaden.

Die Instrumental-Songs wirken insgesamt wenig überladen und sehr aufgeräumt und haben nichts mit dem 70er Synthi-Kitsch eines Vangelis oder Jean Michel Jarre gemeinsam, sondern sind vielmehr in der späten Krautrock-Phase zuhause, wo sich der Rock aus dem Kraut verabschiedete und zur deutschen Elektronik wurde.

Acht Tracks die sich zwischen Tunnelrealitäten und Schwarzer Materie bewegen, und sich als Post-Synthesizer-Elektronik beschreiben lassen. Ein Kessel Buntes mit verschiedensten Zutaten aus den experimentellen Ingridenzien des Pink Floyd, Wendy Carlos, Jean-Michel Jarre Quadranten. Nicht ganz so catchy wie ein Kosmischer Läufer, nicht so repetetiv wie The Emperor Machine, hier und da deutlich düster und eher eine alternative Vangelis-Realität mit Anleihen bei John Carpenter und Tangerine Dream.

M!D! B!TCH - DIA GNOSTICA

M!D! B!TCH „DIA GNOSTICA“

Nahezu 20 Jahre hat es gedauert, bis Midi Bitch wieder von sich etwas hat hören lassen. Da fragt man sich natürlich, warum?

M!D! B!TCH - DIA GNOSTICA
M!D! B!TCH – DIA GNOSTICA

Das ursprünglich als EP angekündigte Release ist vom Umfang her ein wenig aus dem Ruder gelaufen. Um eine klassiche EP handelt es sich bei einer Spielzeit von knapp 1 Stunde nun wahrlich nicht.

Und da sind wir auch schon beim Knackpunkt: die Länge. Tracklängen von nahezu 10 Minuten sind nicht jedermanns Sache und der eine oder anderen Hörer wird sich hier herausgefordert fühlen den langatmigen, fast epischen Songstrukturen folgen zu wollen. Hier werden keine mundgerechten Häppchen geboten, sondern eher sperrige Struktur-Monster.

M!D! B!TCH aka FRZA - Pressefoto
M!D! B!TCH aka FRZA – Pressefoto

Lässt man sich aber auf die Songs in Gänze ein, stellt man fest, dass die Länge durchaus seine Berechtigung hat, da wir hier nicht von Radio-kompatibler Musik reden, die sich in der Pop-Struktur von Intro-Refrain-Strophe-Refarin-Outro-Formel bewegt, sondern von repetetiven synthstischen Klang- und Rhtyhmusstrukturen, die den Hörer auf eine Soundtrackartige Reise mitnehmen. Redundanz schafft hier Behaglichkeit.

Happyness is Sad Song – M!D! B!TCH – Video

Rave Angst & Midi Bitch rework - Sunday Morning Self-Medication Acid

RAVE ANGST & MIDIBITCH reworks „Sunday Morning Self-Medication Acid“

Im Zuge der Veröffentlichung der EP „Dia Gnostica“ kam es zu einer Kollaboration zwischen RAVE ANGST und Midi Bitch.

Der deutsche Elektroniker und Ambientmusiker M!iD! B!TCH überarbeite den Track „Sunday Morning Self-Medication Acid“ von RAVE ANGST unter Einsatz von String-Synths und E-Gitarre und erschuf eine sehr sphärische und intensive Variation des treibenden Elektronic-Songs.

Der Bielefelder Elektronik-Künstler Alex Angst produziert unter dem Namen RAVE ANGST eindringliche, elektronische Klang- und Rhythmus-Landschaften mittels Modular-Synthesizer die von pumpenden Beats bis hin zu artifiziellen Soundscapes reichen.

Rave Angst & Midi Bitch rework - Sunday Morning Self-Medication Acid
Rave Angst & Midi Bitch rework – Sunday Morning Self-Medication Acid

Wer mehr von RAVE ANGST hören will, kann dies auf Bandcamp oder auf Soundcloud tun, es lohnt sich:

Die EP „Dia Gnostica“ von midibitch beinhaltet diesen Remix, erscheint Ende Januar 2019 und steht auf Bandcamp  zum Download bereit.

M!iD! B!TCH – Dia Gnostica EP

https://midibitch.bandcamp.com/album/dia-gnostica-ep